Mit der Autonummern-Versteigerung nimmt der Kanton Zürich jährlich rund fünf Millionen Franken ein. Das Kontrollschild «ZH 26» brachte kürzlich 81’000 Franken. Der Kanton Bern hinkt derweil hinterher.

Tiefe oder besondere Kontrollschilder sind in der Schweiz begehrt. Das zeigen die hohen Preise, die bei Auktionen erzielt werden. Im Kanton Zürich kommen regelmässig spezielle und besonders gefragte Autonummern zu hohen Beträgen unter den Hammer. Insgesamt erzielt der Kanton mit dem Verkauf von Kontrollschildern jährlich Einnahmen von rund fünf Millionen Franken.
Wie hoch die Beträge ausfallen können, zeigen die letzten Jahre. Das Kontrollschild «ZH24» wurde 2024 für satte 299’000 Franken versteigert. Ein Jahr später brachte «ZH25» noch 126’000 Franken ein, während «ZH11» im gleichen Jahr für 262’000 Franken den Besitzer wechselte. Zuletzt zahlte jemand für «ZH26» 81’000 Franken. Das berichtet Nau.ch unter Berufung auf den BärnerBär.
Autonummern-Versteigerung auch in anderen Kantonen lukrativ
Nicht nur in Zürich greifen Liebhaber tief in die Taschen. In Solothurn wechselte in diesem Jahr «SO1» für fast 400’000 Franken den Besitzer. Im Aargau blätterte 2021 jemand 132’400 Franken für «AG55» hin. Die teuerste Schweizer Autonummer bleibt aber «ZG 10»: Dafür bezahlte der Krypto-Unternehmer Niklas Nikolajsen 2018 stolze 233’000 Franken.
Im Kanton Zürich fliessen die Einnahmen aus der Autonummern-Versteigerung nicht an das Strassenverkehrsamt oder an einzelne Verkehrsprojekte. «Im Kanton Zürich kommen die Einnahmen in die allgemeine Staatskasse», sagt Peter Hotz, Sprecher des Zürcher Strassenverkehrsamts. Sie seien also nicht zweckgebunden. Automatisch in die Auktion kommen alle Kontrollschilder mit weniger als sechs Stellen. In den meisten Kantonen werden tiefe oder spezielle Kennzeichen an den Höchstbietenden verkauft.
Warten auf die siebte Stelle
Noch gibt es nur sechsstellige Zürcher Autonummern. Im Dezember 2025 war das Strassenverkehrsamt beim Schilderkreis ZH 989’000 angelangt. Die legendäre Nummer ZH 1’000’000 lässt jedoch weiter auf sich warten. Weil das Amt die Lagerung der Schilder optimiert hat, könnte die Millionennummer laut den Angaben erst im Jahr 2027 erreicht werden. Immer wieder gelangen zudem tiefe Nummern zurück in den Umlauf, etwa wenn Halter ihre Kontrollschilder deponieren oder in einen anderen Kanton ziehen.
Auch im Kanton Bern lassen sich Kontrollschilder über eine Onlineplattform erwerben. Dort kommt es allerdings deutlich seltener zu solchen Verkäufen, weshalb der Kanton bei den Einnahmen klar hinter Zürich zurückbleibt.








