Die invasive Asiatische Hornisse breitet sich in der Stadt Zürich stark aus. Weil sie sich rasant vermehrt, ruft die Stadt die Bevölkerung nun dringend dazu auf, Nester sofort zu melden.

Alles deutet darauf hin, dass sich die Asiatische Hornisse in Zürich derzeit stark vermehrt. Deshalb bittet die Stadt die Bevölkerung um Unterstützung. Konkret meldeten und bekämpften die Behörden in diesem Jahr bereits vier Primärnester, wie die Stadt auf Nachfrage von Keystone-SDA erklärte. Dazu kommen mehrere Einzelnachweise einzelner Tiere.
«Die Asiatische Hornisse ist definitiv in der Stadt Zürich angekommen», teilte die Medienstelle der Abteilung Umwelt- und Gesundheitsschutz mit. Zudem nahmen die Meldungen über die nationale Plattform des Bundes im Vergleich zum Vorjahr stark zu. Denn pro Jahr steigen die Zahlen der gesichteten Hornissen um den Faktor vier.
Warum die Asiatische Hornisse in Zürich jetzt gemeldet werden soll
Bis Ende Juli baut die Hornisse ihre Primärnester an geschützten Stellen. Weil diese bodennah und in Gebäudenähe liegen, lassen sie sich gut entfernen. Die Tiere nisten etwa unter Dachvorsprüngen, in Rollladenkästen oder in Hecken. Ab August bildet die Art dann ihre Sekundärnester in Bäumen. Dort wird eine Entfernung deutlich schwieriger. Genau deshalb drängt die Zeit.
Sichtungen sollen deshalb dringend auf der Plattform asiatischehornisse.ch gemeldet werden. Die Hornisse zeichnet sich durch ihre mehrheitlich schwarze Färbung aus. Ab Herbst sieht man sie zudem häufig am blühenden Efeu, wo sie Jagd auf andere Insekten macht. Die Nester dürfen jedoch nur professionelle Fachpersonen entfernen.
Gefahr für Bienen und Biodiversität
Die Asiatische Hornisse breitet sich seit 2017 in der Schweiz aus. Sie ernährt sich von Wild- und Honigbienen sowie anderen Insekten. Der Rückgang der Bienen hat spürbare Folgen für das Ökosystem und die Biodiversität. Weil die Hornisse kaum natürliche Feinde hat und grosse Nester bildet, breitet sie sich besonders schnell aus.
Im letzten Jahr gingen in Zürich 27 Sichtungen ein. Ein Primärnest entfernten die Fachleute in einem Rollladenkasten in Witikon. Im November folgte zudem ein Sekundärnest in einem Baum in Schwamendingen.
Für Menschen besteht laut der Stadt Zürich keine erhöhte Gefahr. Stiche seien nicht gefährlicher als jene anderer Bienen- und Wespenarten. Allergikerinnen und Allergiker sollten sich von Nestern jedoch fernhalten.








