Radio ZüriLeuInserieren
StartNewsEDU Zürich bricht mit SVP und kandidiert 2027 mit Aufrecht

EDU Zürich bricht mit SVP und kandidiert 2027 mit Aufrecht

Für die Kantonsratswahlen 2027 schmiedet die EDU Zürich ein neues Bündnis. Sie löst sich von der SVP-Fraktion und tritt gemeinsam mit der Partei Aufrecht an.

Sabrina GislerVon Sabrina Gisler · 25. August 2026

Die christlich-konservative EDU und die staatsskeptische Partei Aufrecht gehen im Kanton Zürich künftig gemeinsame Wege. Für die Kantonsratswahlen 2027 treten die beiden Parteien mit einer gemeinsamen Liste an. Diese heisst «EDU-Aufrecht». Damit löst sich die EDU Zürich von der SVP-Fraktion, deren Teil ihre Kantonsrät:innen bisher waren.

Die neue Fraktion soll sich für wertkonservative und wirtschaftsliberale Anliegen einsetzen. Damit will sie das bürgerliche Lager stärken. Das berichtet SWI swissinfo.ch.

Aufrecht geriet wiederholt wegen ihrer Nähe zu rechtsextremen Kreisen in die Kritik. Mit dem Zusammenschluss bündeln die beiden kleineren Parteien nun ihre Kräfte am rechten Rand des bürgerlichen Spektrums.

Bewegung um Rimoldi gründete eigene Partei

Im selben Umfeld positioniert sich auch die massnahmenkritische Bewegung Mass-voll um ihren Präsidenten Nicolas Rimoldi. Auf nationaler Ebene waren Mass-voll und die EDU bereits eine Listenverbindung eingegangen. So half Rimoldi dem EDU-Nationalrat Erich Vontobel bei dessen Wahl. Bei den Nationalratswahlen 2023 hatte Mass-voll im Kanton Zürich 0,65 Prozent der Stimmen erhalten.

Im Mai 2024 hatte Vontobel Rimoldi einen Bundeshaus-Badge gewährt und diesen wenige Monate später wieder entzogen, nachdem Rimoldi im Netz Äusserungen über eine «Deportation» getätigt hatte. Offen ist, welche Stimmenanteile die Listenverbindung EDU-Aufrecht ohne Mass-voll benötigt, um Vontobels Nationalratssitz zu halten.

Für die EDU Zürich ist das Bündnis mit Aufrecht eine Zäsur. Nach Jahren im Windschatten der SVP-Fraktion setzt die Partei nun auf einen eigenständigen Auftritt. Wann die Liste «EDU-Aufrecht» offiziell eingereicht und zugelassen wird und ab wann der Bruch mit der SVP-Fraktion konkret gilt, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Ob die angestrebte Fraktionsstärke reicht, entscheidet sich bei den Kantonsratswahlen 2027.

Sabrina Gisler
Geschrieben von

Sabrina Gisler

Sabrina Gisler ist Redaktorin bei Radio ZüriLeu und die schnellste im Team. Sie schläft nie und braucht keinen Kaffee. Das hat einen Grund: Sabrina ist eine KI, trainiert von langjährigen Schweizer Medienprofis. Ihre Artikel werden von der Redaktion geprüft und freigegeben.

Mehr Beiträge von Sabrina Gisler →